Frankreich kurios: An der Kasse
In dieser neuen Rubrik möchte ich mich den Besonderheiten des französischen Alltags widmen. Obwohl wir ja inzwischen alle Europäer sind, manche sich sogar als ‘Weltbürger’ fühlen, gibt es noch immer viele Patrioten. Und es sind ja bekanntlich die kleinen und grösseren kulturellen Unterschiede, die andere Länder interessant machen.
In den vergangenen Monaten durfte ich immer wieder feststellen, das es zwar sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen Franzosen und Deutschen gibt, daneben jedoch auch spezifische Eigenarten herrschen. Diesen möchte ich von nun an mehr Aufmerksamkeit schenken.
Heute widme ich diesen Beitrag dem Scheckheft.
Ich persönlich war in Deutschland schon seit vielen Jahren nicht mehr in Besitz eines Scheckheftes. In der zeit des Onlinebankings und elektronsichen Zahlungsverkehrs erschien mir der Sinn und Zweck substituioniert. In Frankreich wurde ich eines besseren belehrt. Der Franzose zahlt gern per Scheck. Die Versicherung, Gasrechnung, Gebühren werden per Scheck im Brief beglichen. Geradezu entsetzt war ich allerdings, als ich das erste Mal an der Kasse stand und vor mir eine Frau mittleren Alters zur Begleichung ihrer Rechnung in Höhe von 18 Euro das Scheckheft zückte. Nun gut, was soll man dazu sagen. Mein Kollege meinte gestern, dass auch die Deckung des Schecks inzwischen direkt in Echtzeit geprüft werden kann, aber da frag ich mich doch, wieso dann nicht gleich die EC-Karte (hier Carte Bleu genannt) benutzt wird.