Ich überlege immer noch über den passenden Titel zu dem, was Heike und mir heute abend passiert ist. Doch fangen wir mal an. Leichter Regen so um 19Uhr in Antibes, die Strassen sind etwas nass, es ist bereits dunkel. Um Heike den mühsamen Rückweg nach Hause zu ersparen hole ich sie um 20Uhr am Bahnhof ab. Wieder in unserer Strasse kommt uns in der letzten, ansteigenden Kurve eine Rollerfahrerin entgegen. Sie ruscht in der Kurve weg, der Roller gerät unter unseren Wagen und wir fahren mit dem Hinterrad teilweise rüber. Erster Gedanke: Hoffentlich ist ihr nichts passiert und Scheisse, der Stress hat uns heute abend gerade noch gefehlt. Ich fahr etwas weiter und parke hinter der Kurve mit angeschaltetem Warnblinklicht. Irgendwie ärger ich mich auch schon über die Unvorsichtigkeit der Rollerfahrerin, da es nicht der erste Unfall dieser Art ist, den ich auf diese Weise zu sehen bekomme. Vielleicht hätte ich beim aussteigen nicht den Arm heben sollen, dessen Geste meinte: Warum nur hast Du das gemacht? – Auf jeden Fall fängt die blöde Kuh gleich an sich aufzuregen. Da konnte ich mich auch nicht mehr halten und hab sie erst mal auf Deutsch angeschissen. Soweit, sogut. Wer ist das eigentlich? Ca. 18-20Jahre, sie ist nicht sichtbar verletzt, sondern nur geistig eingeschränkt wie sich im Laufe der nächsten 20min herausstellt. Angeblich wohnt sie in Nizza, später in St. Laurent, arbeitslos, zügelloses Mundwerk und absolut keine Ahnung von Verkehrsregeln, Versicherung und solchen Abläufen. Auf jeden Fall glaubte sie doch allen Ernstes, das wenn Ihr Roller auf unsere Fahrbahn ruscht, nachdem sie damit in der Kurve den Halt verliert und wir ihn dann beschädigen, das wir dafür noch aufkommen müssten!! Ok, es gibt einige Unterschiede zw. Frankreich und Deutschland, aber das Versicherungssystem und die allgemeinen Verkehrsregeln sind doch die gleichen. Hier weiterlesen... (500 words, geschaetzte 2:00 mins Lesezeit)