Wir waren schon etwas spät dran, um den Brec d’Utelle zu besteigen (1604m). Um ca. 12Uhr machen wir uns auf den Weg, der laut Buch mit 7Std veranschlagt ist. Wie wir nachher feststellten, die härteste Tagestour aus meinem Büchlein. Nach ca. einer 3/4 Stunden überholt uns von hinten ein etwas skuril wirkender Wanderer: freier Oberkörper, Wanderschuhe kaum zugeschnürt, einige Tattoos zieren seinen Körper, am Hosenbund trägt er eine Spülmittelflasche. Er ist wohl zwischen 50 und 60 Jahre alt, aber scheint nicht untrainiert. Wie wir von ihm erfahren, will er auch auf den Berg, um nach seinen Schafen zu schauen – ein Berger also! Er schlägt eine Abkürzung vor, die uns eine Stunde Zeit sparen könnte anstelle des ausgeschriebenen Weges: Wir stimmen kurzerhand (bzw. ohne darüber nachzudenken) zu und schon geht’s querfeldein einen Hügel hoch. Nach einigen Minuten entwickelt sich dieser Aufstieg zu einer echten Kletterpartie und unserer Hobbyschäfer legt einen Schritt vor, dem wir nur schwer Folgen können. Oben angekommen sind wir doch etwas erschöpft und Daniel pfeift seine Schäfchen beisammen, während wir unseren Weg fortsetzten. Nun auf dem GR5 erleben wir eine spektakuläre Aussicht über die gesamte Küste von Nizza bis zum Cap D’Antibes – leider ist es etwas zu bewölkt heute. Der Abstieg gestaltet sich noch einmal ungewöhnlich abenteuerlich, den unser per Karte vorgeschlagener Weg ist in Wirklichkeit gar nicht als solcher zu erkennen: Egal, über den Kamm gehts hinunter und nach gut 6 Stunden erreichen wir wieder unseren Startpunkt. Ein grandioser Tag. Hier weiterlesen... (258 words + 1 image, geschaetzte 1:02 mins Lesezeit)